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ReMEMBER - Deine Geschichte zählt

2-teiliger Workshop zur Antisemitismus- und Extremismusprävention und Demokratieförderung

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Theaterstück im 

Ergänzende Informationen

ReMEMBER auf 

Ziel

In Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum Flossenbürg und der Berufsschule Schwandorf wurde das innovative Projekt ReMEMBER entwickelt, um die Erinnerungskultur an Holocaust und NS-Zeit nachhaltig und lebendig zu gestalten und Antisemitismus zu bekämpfen. Ziel ist, den Jugendlichen ein kritisches Geschichtsbewusstsein zu vermitteln, welches sie als Multiplikatoren in ihre Peergroups, sozialen Kontexte und damit in die Öffentlichkeit weitertragen können. Die Jugendlichen sollen zudem dazu befähigt werden, durch konkrete Handlungsoptionen für den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung eintreten zu können.

Zielgruppe

Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Migrations- oder Fluchterfahrung bzw. -hintergrund.

Hintergrund

In einer zunehmend pluralen Gesellschaft wächst auch die Vielfalt der Zugänge zu den Themen NS-Vergangenheit, Antisemitismus und Ideologien der Ungleichwertigkeit. Politisch-historische Bildungsarbeit kann diese Multiperspektivität nutzen, um Erinnerungskultur partizipativ und lebendig zu gestalten. Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg hat daher Ende 2019 in Kooperation mit MIND prevention das Multiplikatorenprojekt „ReMEMBER“
ins Leben gerufen. Darin setzt ein divers zusammengesetztes Team bei den heterogenen Lebensrealitäten junger Menschen an und setzt auf den Austausch auf Augenhöhe. Die freiwillig Teilnehmenden, darunter viele mit Flucht- oder Migrationserfahrung, beschäftigen sich über mehrere Monate hinweg in Workshops mit Mechanismen von Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus. Zudem ist der Besuch der Gedenkstätte integraler Bestandteil. Das Erlebte verarbeiten die Teilnehmenden im Anschluss in eigenen Theaterszenen. Ziel ist es, demokratisches Bewusstsein zu festigen, Botschafter und Botschafterinnen gegen Antisemitismus zu gewinnen und junge Menschen darin zu bestärken, gesellschaftliche und erinnerungskulturelle Diskurse aktiv mitzugestalten.

Unterstützt wird das Projekt durch das Berufliche Schulzentrum Oskar-von-Miller und die Fach- und Berufsoberschule Schwandorf als unsere Partner.

Inhalt & Themen

Mit wachsender Vielfalt und sinkender Zeitzeugenschaft stehen Erinnerungskultur und Antisemitismusbekämpfung vor einem Paradigmenwechsel. Das neuartige Projekt soll dazu beitragen, Vergangenes nachhaltig erlebbar zu machen, um es in die Zukunft wirken zu lassen. Dafür setzen die Teilnehmer sich intensiv mit relevanten Themen wie der eigenen Biografie, Verschwörungstheorien sowie jüdischem Leben auseinander. Gemeinsam entwickeln sie ein Theaterstück, das an Schulen in ganz Deutschland aufgeführt wird. Durch die aktive Gestaltung von Geschichte werden sie zu aktiven Vermittlern und Gestaltern einer Gegenwart, in der Vergangenes lebendig bleibt.
Dem Workshop liegt das pädagogische Konzept der Peer-Education zugrunde, um eine möglichst nachhaltige Vermittlung der Inhalte zu erzielen.

Schwerpunkt Biografiearbeit zur Stärkung der Gruppendynamik und Einführung in die Menschenrechte

NS-Ideologie der "Volksgemeinschaft", Propaganda und Antisemitismus

Nahostkonflikt und Verschwörungsdenken

Begegnung mit jüdischen Menschen

eigene Themen, welche die Jugendlichen im Rahmen des Projektes bewegen

Pädagogisches Konzept

Die Leitplanken unserer erlebnisorientierten Workshops sind Sokratischer Dialog, Geleitetes Entdecken, Peer Education und Kultursensible Dramaturgische Pädagogik. Zudem bedienen wir uns wirksamer Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie.

So schaffen wir einen Raum, in dem die Jugendlichen ihre Meinung äußern können, ohne dafür verurteilt zu werden. Die Meinungen werden dem Sokratischen Dialog folgend hinterfragt und diskutiert. Es werden Sichtweisen angeboten, die es den Teilnehmenden ermöglichen, ihre Einstellungen und die Narrative selbst infrage zu stellen und die Perspektive zu wechseln.

Gesprächsthemen werden häufig über Rollenspiele eingeleitet, die konfliktbehaftete Alltagssituationen darstellen und die Teilnehmenden emotional aktivieren. Indem die Workshop-Leiter und -Leiterinnen eine tragfähige Beziehung zu den Teilnehmenden aufbauen, können auch Konflikte ausgehalten werden.

Auch wird in vielen Fällen ein Multiplikatoreneffekt erzielt, wonach die Teilnehmenden im Nachgang die erarbeiteten Inhalte in ihre jeweiligen Peergruppen tragen und sie so weiterverbreiten.

Ablauf

Das Projekt setzt sich aus zwei Phasen zusammen:

1

GESCHICHTE ERLEBEN

Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und intensive Auseinandersetzung mit dem Erlebtem.

2

GESCHICHTE GESTALTEN

Verarbeitung der Erlebnisse und Entwicklung, Umsetzung und deutschlandweite Aufführung eines Theaterstücks.
Im Nachgang an die Aufführung wird das Gesehene im Rahmen eines Workshops mit den Zuschauern bearbeitet, reflektiert und diskutiert. 

Aufführungstermine

02.10.2022

Regensburg, W1 (öffentliche Abschlussveranstaltung)

Gefördert durch

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